Stormarner CDU kritisiert G9-Volksbegehren

Mit Unverständnis reagiert die Stormarner CDU auf das gestartete Volksbegehren „G9 jetzt“. Wobei es nicht um das Begehren an sich, sondern um die inhaltliche Auseinandersetzung geht. Kreisvorstandsmitglied Andreas Bitzer spricht Klartext: „Im Land besteht mittlerweile ein großer Konsens darin, dass an den jetzigen Strukturen nicht schon wieder herumgedoktert wird. Den Schülern, Lehrern und Eltern muss die zugesagte Ruhe im System auch gewährt werden.“

Der in der großen Koalition eingeschlagene Weg des Abiturs nach acht Jahren am Gymnasium und an vorhandenen Oberstufen an Gemeinschaftsschulen sowie Beruflichen Gymnasien nach neun Jahren ist nach Ansicht der CDU nach wie vor der richtige Weg. Jede Änderung in der Schullandschaft benötigt entsprechend Zeit, damit alles reibungslos funktioniert. Immerwährende Änderungen und Anpassungen sind jedoch nicht zielführend, um das System erfolgreich zu etablieren.

„G8 hat sich mittlerweile in fast allen Bundesländern etabliert. Insbesondere die neuen Bundesländer haben z. T. jahrzehntelange positive Erfahrungen“, so Bitzer weiter.

Man wird sich jedoch das Handeln der Landesregierung im Umgang mit den Gymnasien genau ansehen. Der demografische Wandel wird in den kommenden Jahren zu einem deutlichen Schülerrückgang führen. Insbesondere vor diesem Hintergrund werden Allgemeinbildende und Berufliche Gymnasien durch nicht ausreichend überdachte Einrichtungen neuer gymnasialer Oberstufen an den Gemeinschaftsschulen geschwächt. Eine Bevorzugung der Gemeinschaftsschulen darf es nach Ansicht des Bildungsexperten nicht geben. „Insofern teilen wir an dieser Stelle die Kritik der Jungen Union am Vorgehen der Landesregierung. Daraus darf aber nicht die allgemeine Rückkehr zu G9 abgeleitet werden“, so Bitzer abschließend.